Der Wind, der Wind, das himmlische Kind: Der zweite Wettkampftag des Weltcups Buenos Aires hatte es wettertechnisch in sich: Sowohl beim Dreistellungswettkampf der Männer, als auch bei den Frauen, machte der Wind am Freitag in der argentinischen Hauptstadt, was er will.
Wind, Wind und nochmals Wind
Bei den Frauen schoss Emely Jäggi in der Qualifikation das zweitbeste Resultat und ergatterte damit einen Platz im Final. In diesem machten der jüngsten Finalteilnehmerin mehrere 9er-Werte einen Strich durch die Rechnung. Den daraus erfolgten Rückstand vermochte sie auch mit einigen hohen 10ern nicht mehr aufzuholen. Die 16-jährige Solothurnerin wurde Achte.
Bitterer Wettkampf für Nina Christen: Die Dreistellungs-Expertin war in der Qualifikation punktgleich mit der Chinesin Zifei Wang. Da diese aber mehr Innenzehner schoss, schnappte sie Christen den letzten Finalplatz vor der Nase weg. «Es war windig, aber trotzdem schiessbar», sagt Nina Christen. «Ich musste aufpassen, dass ich den Faden nicht verliere. Das heisst, dass ich mich nicht vom Wind verunsichern lasse», resümiert die 31-Jährige. Auch bei ihren Team-Kolleginnen widerspiegelte sich der Wind im Resultat:
Olympiasiegerin und Dreistellungs-Profi Chiara Leone (581-17x) klassierte sich im 19. Rang. Audrey Gogniat (568-15x) beendete den Wettkampf auf dem 34. Platz. Allerdings startete die Jurassierin als RPO (Ranking Points Only) und war damit nicht finalberechtigt.
Es siegte die Inderin Sift Samra, die bereits in der Qualifikation an der Spitze war. Silber ging an die Deutsche Anita Mangold, Bronze an Arina Altukova aus Kasachstan.
Kein Finalplatz für die Männer
Die Schweizer Gewehr-Männer Christoph Dürr (583-23x) und Jan Lochbihler (581-25x) blieben im Dreistellungswettkampf in der Qualifikation hängen. Dürr fehlten dafür drei Punkte; Lochbihler erzielte fünf Ringe zu wenig. Auch hier vermasselte der Wind die Tour.
«Es fehlten die Phasen, in denen es wirklich windstill war und man in einen Rhythmus kommen konnte», erklärt Jan Lochbihler. «Zudem wechselte der Wind laufend die Richtung. Das erhöht die Gefahr, dass man zu sich zu stark auf den Wind konzentriert und dabei seine Technik vernachlässigt. Das machte den Wettkampf sehr schwierig. Es spielte allerdings auch keine Rolle, auf welche Scheibe man schoss; die Bedingungen waren überall gleich», so der Routinier weiter.
Gold holte sich der Ungar Istvan Peni vor Jiaming Tian aus China. Bronze ging an den Inder Chain Singh. Am Wettkampf nahmen 45 Athleten teil. (rge)
Donnerstag, 3. April 2025
Bronze zum Weltcup-Auftakt für Jason Solari
Starker Einstieg in die neue Weltcup-Saison: Jason Solari gewinnt in Buenos Aires die Bronzemedaille mit der Luftpistole.
Der EM-Dritte von Osijek (CRO) zeigte im Final der besten acht eine starke und konzentrierte Leistung. Nach dem 22. Schuss lag Solari punktgleich mit Anton Aristarkhov (AIN) bei 223.0 – ein Shoot-off musste entscheiden. Aristarkhov traf eine 10.8, Solari eine 9.7. Damit gewann Solari die Bronzemedaille. Der Sieg ging an den Chinesen Kai Hu (244.7 Punkte).
Bereits in der Qualifikation hatte Solari mit 584 Punkten überzeugt und sich als Fünfter souverän für das Finale qualifiziert.
Buenos Aires scheint ein guter Boden für Solari zu sein: 2018 gewann er hier bereits Bronze an den Youth Olympic Games. (cpe)